Marchesi - Loading...

A NEWSPAPER BY APARTAMENTO X MARCHESI 1824

Eine Zuckerige Einladung, auf die Kleinen Dinge des Lebens zu Achten

Dragées sind eine dieser Dinge, die klein erscheinen, bis man ihre Herkunft untersucht. Das Wort Dragée stammt aus der französischen Tradition von zuckerüberzogenen Süßigkeiten, ein Name, der sich vom lateinischen Begriff tragemata ableitet, der Desserts bezeichnete, die am Ende einer Mahlzeit serviert wurden. Im mittelalterlichen Verdun begannen Apotheker, Mandeln mit Zucker zu überziehen, um sie zu konservieren und schmackhafter zu machen, wodurch eine Konditoreitradition entstand, die Teil von Hochzeiten, Taufen und anderen festlichen Anlässen in ganz Europa werden sollte. Die Geschichte der Dragée als festliches Symbol, das königlichen Gästen angeboten wurde und heute in Initiationsriten allgegenwärtig ist, ist noch immer in ihrer Form spürbar. Sie sind ebenso Teil der Rituale wie des Geschmacks, diese kleinen Kugeln und Ovale, die Jahrhunderte der Konditorkunst widerspiegeln. Einst stand ihr Glanz für Luxus, ihre Härte für Langlebigkeit und ihre Süße für Großzügigkeit. Noch heute tragen sie eine leicht zeremonielle Aura.

 

 

Bei Marchesi 1824 setzt sich die Suche nach diesem einzigartigen Geschmack und dieser Textur fort, wenn auch in feiner Weiterentwicklung. Die Form hat sich nicht stark verändert: ein Kern, eine Hülle und die spürbare Spannung zwischen diesen beiden Elementen. Was sich ändert, ist das Innenleben und das Gefühl, das es beim Biss erzeugt. Die Dragée bleibt der Versuch, so viel Persönlichkeit wie möglich in etwas sehr Kleines zu komprimieren.